15.08.2025
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Clubszene
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DVF
Vom 30.09. - 14.11.2025 zeigt der Tradtionsclub Werke aus neun Jahrzehnten Vereinsgeschichte – von frühen Schwarzweiß-Aufnahmen bis zu aktuellen fotografischen Positionen. Die Ausstellung im Giesinger Bahnhof → dokumentiert nicht nur die Entwicklung der fotografischen Technik und Bildsprache, sondern auch die Stadt München in all ihren Facetten – historisch, kulturell und gesellschaftlich.
Die Schau würdigt das Schaffen der Mitglieder, deren Arbeiten das visuelle Gedächtnis Münchens mitgeprägt haben. Sie zeigt, wie sich fotografische Ausdrucksformen im Wandel der Zeit verändert haben – stets im Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und dokumentarischer Präzision.
Die Sezession Münchner Lichtbildner → wurde 1930 gegründet – hervorgegangen aus der 1904 entstandenen „Münchner Gesellschaft zur Pflege der Photographie“. Mit eigenem Atelier, einem aktiven Mitgliederkreis und einer immer noch lebendigen Ausstellungskultur darf man sagen, dass sie doch ein fester Bestandteil der Münchner Kulturszene ist.
Es finden wöchentliche Treffen mit Bildbesprechungen, Fachvorträgen und internen Ausstellungen statt. Den Mitgliedern stehen eine umfangreiche Bibliothek, moderne Technik, Leihrahmen und Präsentationsmittel zur Verfügung.
Das Archiv der SML umfasst Aufnahmen von 1904 und früher bis heute – darunter Stadtansichten, Momentaufnahmen und auch Reportagen. Die Bilder sind nicht nur künstlerisch wertvoll, sondern auch bedeutende Zeitdokumente, die Entwicklungen zeigen, wie sie heute kaum noch festzuhalten wären.
Zu den bekannten Mitgliedern zählte unter anderem Ellis Kaut, die Erfinderin der Kultfigur Pumuckl, sie war ein Beispiel für die kreative Vielfalt innerhalb der SML. Die SML bleibt dem Anspruch ihrer Gründer treu: Gute Bilder entstehen durch das Auge und die Haltung des Fotografen – nicht allein durch Technik. Christoph Stempfhuber, 1.Vorstand Sezession Münchner Lichtbildner